
Im Rahmen der Interkulturellen Woche hatte der DAF die junge Schriftstellerin Amani Padda eingeladen. Wir freuen uns, dass das Kulturamt Bretten mit der Stadtbücherei und ihrer Leiterin Anette Giesche mit im Boot war.
Amani Padda ist die Tochter einer indischen Einwandererfamilie in dritter Generation. Sie lebt in der Nähe von Leipzig, dort hat sie auch vor kurzem ihr Jurastudium abgeschlossen.
Ihr zweiter Roman „Bevor der Himmel reißt“ handelt von der Lebenswirklichkeit der beiden jugendlichen Protoganisten Dilly und Heer in einer fiktiven sächsischen Kleinstadt. Ihre Herkunft als indische Sikhs können sie nicht verbergen, aber sie lernen sich anzupassen bis zur „Unsichtbarkeit“, was ihnen letztendlich nicht gelingt. Sie sind der schleichenden Bedrohung durch rechtsradikale Jugendliche ausgesetzt, die sich sogar unter ihren Mitschülern befinden. Gleichzeitig engagieren sie sich in einem Jugendbüro und setzen sich für ihre Stadt und ein friedliches Zusammenleben ein.
In der Stadtbücherei erzählte Amani Padda am Dienstag, 29. September von der Entstehung ihres Buches und las einige Textpassagen vor.
Am darauf folgenden Vormittag des 30. September waren ca. 130 Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen von Max-Planck-Realschule und Edith-Stein-Gymnasium in die Aula der Halle Im Grüner gekommen, wo die Lesung ebenfalls auf große Aufmerksamkeit stieß. Wie bei den Erwachsenen hatten die Jugendlichen viele interessierte und kluge Fragen zu stellen, zu denen die Autorin keine Antwort schuldig blieb.





Quelle: Badische Neueste Nachrichten (BNN) I bnn.de vom 01.10.2026
Zu einer Filmvorführung hatte der DAF am Donnerstag, 1. Oktober, ins Kinostar Bretten eingeladen. Der Film „Das Los des Fremden“ von Brandt Andersen ist eine äußerst realistische, unter die Haut gehende Schilderung der Schicksale von fünf Menschen, deren Wege sich auf der Flucht über das Mittelmeer kreuzen. Die Handlung nimmt ihren Ausgang in der umkämpften Stadt Aleppo in Syrien mit einer Notärztin, die sich um Schwerverletzte aufopfernd kümmert und dann selbst die Auslöschung ihrer Familie durch einen Raketenangriff erleben muss. Die Schlussszene zeigt die Ärztin Amira in einem Chicagoer Krankenhaus, wo sie in der Nacht als Putzhilfe arbeitet.
Für einige der Zuschauer:innen waren die Bilder schwer zu ertragen. Die meisten nahmen hinterher betroffen und schweigend die von Aktiven des DAF und des Netzwerks für Demokratie und Menschenrechte Kraichgau präsentierten Plakate zur Kenntnis und versorgten sich mit Informationsschriften zur aktuellen Politik der Asylverschärfung.
Auf diesen fünf Plakaten sind Zitate von Papst Leo XIV, Mahatma Gandhi, Frank-Walter Steinmeier und Anne Harms zu lesen.






